Konzert mit Jochen Günther in der Martinskirche
Am Sonntag, den 30. März, ab 17:00 Uhr findet in der evangelischen Martinskirche in Bad Camberg ein Konzert mit dem Gitarristen und Sänger Jochen Günther von den "Pretty Lies Light" statt. Der
Musiker aus Rheinhessen spielt englischsprachige Popsongs, z.B. von den Beatles, den Bee Gees oder Simon & Garfunkel, die gerne mitgesungen werden können; je nachdem ob man dazu Lust hat.
Daneben bietet der Jochen Günther auch weniger bekannten Liedern sowie einem selbstkomponierten Stück Raum, die dem Konzert eine persönliche Note geben. Verbunden werden die Songs durch
humorvolle selbstironische Moderationen.
Von 1994-2012 begleitete Jochen Günther als Sologitarrist Graham Lewis aus Preston, England, auf seiner Tournee durch Deutschland. Im Herbst 2008 gründete er das Pop/Rockduo "Pretty Lies Light",
das seither regelmäßige Konzerte gibt. Parallel dazu begleitet er seit 2014 Anna Offen auf ihrer Tour mit Songs von Adele bis Norah Jones. Auch das SWR-Fernsehen ist bereits auf die beiden
aktuellen Duos aufmerksam geworden und lud die Musiker zur „Sonntagstour“ und zu "Kaffee oder Tee" ein. In Bad Camberg ist Jochen Günther bereits durch Konzerte mit beiden Formationen
bekannt.
Mit seiner 12-saitigen Gitarre gelingt es Günther, unterschiedlichste musikalischen Nuancen auszudrücken: Von bewegend zart vorgetragenen emotionalen Stücken bis hin zu Irish-Pub-Songs werden
Oldies aller Couleur vorgetragen, die den Alltag für einen Abend lang vergessen lassen. Und auf der E-Gitarre spielt er die Toccata von Bach.
Das Konzert am Sonntag, den 30. März in der evangelischen Martinskirche von Bad Camberg, Burgstr. 28, beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei; der Musiker bittet freundlich um eine Spende am
Ausgang.
Der Vers der Jahreslosung für 2025 regt dazu an, Gewohnheiten zu hinterfragen und zu prüfen, was einem guten Miteinander dient und den Glauben stärkt.
„Prüfet alles und behaltet das Gute!“ (1. Thessalonicher. 5,21) Diesen Rat gibt der Apostel Paulus seinen Freundinnen und Freunden vor fast 2000 Jahren. Sie sollen ihre
unterschiedlichen Bräuche und Gewohnheiten hinterfragen und prüfen, was einem guten Miteinander dient und den Glauben an Christus stärkt.
Mich bewegt diese Empfehlung. Sie lässt mich auf mein eigenes Leben blicken und fragen: Was tut mir und anderen gut, wo will ich etwas ändern? Sie kann mich dankbar machen für das, was ich an
Gutem erlebe und aufmerksam für das, was andere beschäftigt.
Es ist oft nicht leicht, aus der Fülle von Bildern und Informationen, die auf uns eindringen, Wahres vom Falschen zu unterscheiden und sich klar zu positionieren. Das kann verunsichern und Angst
machen.
Zugleich hat unser Glaube aber einen Schatz an Hoffnung und Zuversicht. Von „Fröhlichkeit“, „Dankbarkeit“ und vom Beten spricht Paulus. Und davon, dass Gott treu an der Seite seiner Menschen
steht, auch in schweren Zeiten. Gott traut uns Mut zum Guten zu und die Fähigkeit, es zu erkennen.
Paulus ist es wichtig, nicht vorschnell zu urteilen. Sondern hinzusehen, hinzuhören, zu verstehen – eben zu prüfen – und erst dann zu entscheiden, was dem Guten dient: „Haltet Frieden
untereinander.“ „Tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen“, „jagt dem Guten nach, füreinander und für jedermann.“
Würden wir das doch alle tun - gegen Unfrieden, Vorurteile, Hass und Hetze. Und dann erlebe ich, wie ein russischer und ein ukrainischer Christ gemeinsam um Frieden beten. Wie sich ein Kollege
entschuldigt, weil er jemanden ausgeschlossen hat. Wie eine Schülerin einen Mitschüler zur Rede stellt, der eine andere mobbt. Und eine Nachbarin sagt: ich bete für dich.
Das ermutigt mich. Menschen hören anderen zu, nehmen sie ernst und lassen sich nicht mitreißen von Parolen. Ich bin sicher, dass - persönlich, kirchlich und gesellschaftlich - an vielen Stellen
Gutes entsteht und bleibt, wenn wir zusammenhalten und uns nicht entmutigen lassen. Gemeinsam beten, fröhlich sein, Zuversicht haben und unsere Sorgen teilen: So können wir Hoffnung schöpfen,
Hass und Zwietracht die Stirn bieten und denen, die Hilfe brauchen oder Angst haben, die Hand reichen.
Darin wird Jesu Botschaft von Freiheit und Menschenliebe sichtbar und erfahrbar und ich hoffe, dass dieser Geist uns im neuen Jahr berührt – auch die, die sich verhärtet haben oder verzweifelt
sind.
„Prüft alles und behaltet das Gute“ – möge es Ihnen in 2025 gelingen, mit Gottes Kraft und seinem Segen.
Ihre Ulrike Scherf, Stellvertretende Kirchenpräsidentin
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